Erfolge und Dämpfer

SV KOMET Pennigbüttel - Erfolge und Dämpfer
I . Meistermannschaft 1962-63 : Stehend – v.l.n.r.: Betreuer Josef Karl ( v ) , Herbert Stelljes , Herbert Wohltmann , Trainer Horst Bockmann , Harry Buttgereit , Albert Ficken ( v) , Heinrich Brünjes ( v ) , Betreuer Herbert Ahlers ( v ) Mittlere Reihe : Alfred Strömer ( v ) , Friedel Tienken , Gerhard Bartsch Vorn : Heinz Stelljes , Hans-Hermann Flathmann ( v ) , Günter Bösch

Wie schon im letzten Kometen Kurier berichtet, stiegen die 1. Herren Fußballer der Kometen in der Serie 1963/64 von der Bezirksliga in die Amateurliga auf. Ein toller Erfolg der Mannschaft um Trainer Horst Bockmann. In den folgenden Jahren war bei den Heimspielen der Ersten richtig was los. Ich, als Spieler unserer C-Jugendmannschaft, erinnere mich gut daran, dass die vielen Zuschauer dicht gedrängt rund um den Sportplatz standen. Die Spieler der 1. Herren waren für uns Nachwuchskicker richtige Stars und so wollten wir auch mal werden.


Schwierig war es aber nun für die Mannschaft das hohe Leistungsniveau zu halten. Leider verlor die Elf nach und nach aus den verschiedensten Gründen einige Leistungsträger. Nach drei Jahren in der höchsten Liga begann dann der Abstieg, der 1968 in der Kreisklasse endete. Obwohl 1966 mit der starken A Jugend, die Kreisvizemeisterschaft errungen wurde, guter Nachwuchs also vorhanden war, konnte der Abwärtstrend nicht aufgehalten werden. Trainer Bockmann stand auch nicht mehr zur Verfügung und so wurde zunächst Trainer John und danach Trainer Klose verpflichtet. Beide hatten aber wenig Erfolg. Eine bittere Zeit für eingefleischte Kometen und besonders für den neuen Vorsitzenden Friedrich „Fidi“ Flathmann, der diese Talsohle gleich durchleben musste.

SV KOMET Pennigbüttel - Erfolge und Dämpfer
STAFFEL – SIEGER – A-Jugend 1964-65 – Gr. II Hintere Reihe – v.l.n.r. :Trainer Harry Buttgereit, Friedhelm Meyer, Herbert Müller, Heinz Wendelken, Herbert Hasenbein ( v ), Hannes Windhorst Mittlere Reihe: Jürgen Wätjen ( v ), Karl-Heinz Wrieden, Georg Ahlers ( v ), Vordere Reihe: Horst Ahrensfeld, Günter Tietjen, Jan-Klaus Kattenhorn ( v )


Aber auch Durststrecken werden überwunden. Rauf und runter liegen im Fußball eben nah beieinander. So konnte in der Saison 1969/70 der freie Fall gebremst werden und die 1. Mannschaft wurde unter Trainer Alwin Mehrtens Kreismeister und stieg wieder in die Bezirksklasse auf. Keiner hatte damit gerechnet, zumal wir Minimalisten (ich gehörte auch dazu) waren und immer nur sehr knapp als Sieger vom Platz gingen.Wie heißt eine Fußballweisheit: „Spiele werden durch den Sturm gewonnen, Meisterschaften durch die Abwehr“. Das traf hier voll zu. Leider gab Trainer Mehrtens nur ein einjähriges Gastspiel in Pennigbüttel. 


1971 bestand der Verein 50 Jahre. Dieses Jubiläum wurde vom 5. bis 20. Juni mit vielen Aktionen gefeiert. Neben einem Jubiläumsball, mit Vorführungen der Turnabteilung, Fußballturnieren der Fußballherren und Jugend, an denen auch holländische Gäste aus Wassenaar teilnahmen und Aufmärschen auf dem Sportplatz, - wurde gebührend gefeiert. Viele Ehrungen verdienter Mitglieder fanden ebenfalls statt. Im nächsten Jahr feiern wir den Hundertsten, also war hier, aus heutiger Sicht, Halbzeit unseres Vereinsbestehens.


Zurück zum Fußball: In der Bezirksklasse übernahm dann mit Uwe Hüttmann ein neuer Trainer die Mannschaft. Wir schlugen uns mit einem Minikader mehr recht als schlecht durch die Saison. In der 2. Saison unter Uwe war aber dann wieder einmal der Abstieg nicht abzuwenden. Die personelle Situation war so angespannt, dass wir immer wieder Spieler aus der 2. Mannschaft bzw. aus der A Jugend einsetzen mussten, damit wir überhaupt noch antreten konnten. Das kurioseste Spiel und gleichzeitig das letzte Erfolgserlebnis in dieser Saison, fand am letzten Spieltag statt. Bereits als feststehender Absteiger mussten wir gegen den feststehenden Meister Wahnebergen antreten. Wir überreichten dem Meister vor dem Spiel artig einen Blumenstrauß zur Meisterschaft und schlugen die Wahneberger anschließend mit 4:1. Leider kam der Sieg zu spät. 


Und wieder ging es auf Kreisebene weiter. Kameradschaft und Neuaufbau war erstes Ziel, um dann zu sehen, was fußballerisch möglich ist. Die Devise hieß zusammenrücken. Dazu trug dann auch ein kleines Clubheim bei. Eine gebrauchte Büroimmobilie konnte günstig erworben werden und wurde vor dem 1. Sportplatz errichtet. Dieses kleine Heim war ein richtiger Mittelpunkt und es zeigte sich bald, dass das Verständnis und harmonische Miteinander auch unter den einzelnen Mannschaften sich stark verbesserte und alle zusammen nun eine starke Einheit bildeten. Der Vorteil war auch, dass man sich nicht mehr in der Vereinsgaststätte Heilshorn die Räumlichkeiten mit den anderen Gästen teilen musste. Die Fußballer waren unter sich und waren unabhängiger. Diese Erkenntnis trug sicherlich auch dazu bei, dass einige Jahre später das heutige Vereinsheim gebaut wurde.


Hatte auch der Abstieg wieder zur Folge eine neue Mannschaft aufzubauen, ging es aber zunächst um den Klassenerhalt. 1973 konnte Herbert Stelljes, ein erfahrener Spieler der einst großen Mannschaft, als Spielertrainer verpflichtet werden. 1975 verpassten die Lilaweißen ganz knapp den Aufstieg. Punktgleich mit dem TV Falkenberg verlor man das Entscheidungsspiel vor 1200 Zuschauern in Hüttenbusch. Aber ein Jahr später führte er die junge Mannschaft, als Meister der 1. Kreisklasse Osterholz wieder in die Bezirksklasse. Hier gehörten die Lilahemden aus Pennigbüttel in den nächsten Jahren zu den Spitzenmannschaften. Einmalig ist, dass keine weitere Mannschaft auf Kreis-und Bezirksebene lila-weiß gekleidet ist. „Lilaweiß ist eben Komet Pennigbüttel“, das prägt sich ein.


Obwohl schon Jahre Tischtennis in unserem Verein gespielt wurde, wurde erst 1975 offiziell die Tischtennissparte gegründet. Gespielt wurde in der kleinen Sporthalle an der Reithalle. Nun nahm man auch am Spielbetrieb im Landkreis teil und das mit gutem Erfolg.Im Jahre 1978 folgte dann die Gründung der Tennissparte. Gespielt wurde hinter der Pennigbütteler Grundschule. Dort wurden 2 Plätze angelegt, die aber mit dem Bau der Schulsporthalle wieder weichen muss ten. Dazu an anderer Stelle mehr.


Nun bot der Verein ein breites Angebot mit Fußball, Turnen, Tischtennis und Tennis für die Mitglieder und für die Bevölkerung in Pennigbüttel und umzu an. Der Verein hatte einen enormen Zulauf und gehörte inzwischen mit ca. 800 Mitgliedern zu den großen Vereinen. Fortsetzung folgt.


Heinz Wellbrock

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