Auf der Suche nach dem Moorteufel unternahm die Badminton-Sparte am 21.09.2013 eine Expedition ins Teufelsmoor. Das Expedionsteam unter der Leitung von Claudia Tischer, Angela Köhler und Daniel Brandt hatte von langer Hand eine Kanu Tour auf der Hamme ausgearbeitet. Vom Startpunkt Kreuzkuhle ging es ca. 15 km flussabwärts zum Endpunkt Neu Helgoland.   
 
Die acht angetretenen Expeditonsteilnehmer wurden samt Ausrüstung zunächst mit dem MoorExpress vom Bahnhof Osterholz-Scharmbeck zum Basislager Kreuzkuhle gebracht. Die wacklige Anreise war schon ein kleiner Vorgeschmack auf die reißenden Fluten der Hamme. Erste Zweifel an der Existenz des Moorteufels legten sich, als die Teilnehmer nach kurzem Fußmarsch das Ausflugslokal Kreuzkuhle erreichten. Ein uriges Örtchen mitten im Moor. Hier in der Gegend wurde er zuletzt gesichtet!

SV KOMET Pennigbüttel - Kanu-Tour der Badminton-Sparte


Bevor das Expeditionsteam die Bootseinteilung vornehmen konnte, wurden noch eilig ein paar Schnappschüsse für das Familienalbum gemacht. Anschließend erfolgte die Sitzplatzvergabe streng nach Leistungsvermögen. Nachdem die Boote ins Wasser gelassen wurden, begannen die Bootsbesatzungen (zwei 3er und ein 2er Kanu) mit der Wassergewöhnung. Nach rund einer halben Stunde waren die ersten Widrigkeiten überwunden. Das Expeditionsteam hatte sich an die Steuerung der unruhigen Boote gewöhnt und kam gut voran.

Die Hamme zeigte vom Start weg ihr faszinierendes ursprüngliches Gesicht. Bei jedem gefahrenen Meter spürte man die Einsamkeit und zugleich die Gefahren des Moores. Der Fluss ist an dieser Stelle recht schmal und flach. Schon viele Kanuten hatten sich an diesem Fluss versucht, niemand hatte bislang ein Foto des Moorteufels machen können. Hinter jeder Biegung hoffte das Expeditionsteam auf den besonderen Moment. Aber bis auf ein paar Wildtiere (Enten, Raupen und Libellen) bleib das Team zunächst erfolglos.

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Kurz vor Erreichen des ersten Zwischenziels „Viehspecken“  drohte die Expedition jäh zu scheitern. Eine umgestürzte Weide versperrte die Hamme auf ganzer Breite. Auf Grund des fahrerischen Könnens der Kanu Besatzungen gelang ein halsbrecherisches Manöver. Die Weide konnte ohne personelle Verluste quasi „unterfahren“ werden.

Anschließend wurde nach insgesamt 1,5 Stunden Fahrt die erste Schleuse erreicht und es musste eine weitere wichtige Entscheidung getroffen werden. Gemeinschaftlich einigte man sich darauf, auf das kräftezehrende anstrengende Umtragen der Boote zu verzichten und die Zeit des Schleusungsvorgangs stattdessen zu einer ersten Rast zu nutzen. Als Schleusenwärter wurde der Spartenvorstand Stefan Wronkowitz benannt. Mit purer Muskelkraft gelang ihm nach rund 15 Minuten das Öffnen der Schleusentore.

Im weiteren Verlauf der Hamme begegneten uns weitere Expeditionsteams, die allerdings per Motorkraft auf Torfkähnen fuhren und ziemlich gelangweilt dreinschauten. Offensichtlich hatte das Knattern der Motoren den Moorteufel vertrieben, denn anders ist es nicht zu erklären, dass die Expedition bis dahin erfolglos verlief.

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Der Fluss wird zur Mündung hin immer breiter und zieht sich in die Länge. Einige Expeditionsteilnehmer klagten über schwere Arme und daher waren alle froh, als nach KM 11 die Teufelmoorschleuse errreicht wurde. Unter tatkräftiger Unterstützung der Paddelgruppe des Gymnasium OHZ wurde dieser Schleusungsvorgang schnell bewältigt. Die anschließende Rast brachte ausreichend Erholung für die letzten vier Kilometer zum Zielpunkt Neu Helgoland.

Als das Team nach insgesamt knapp 5 Stunden auf dem Wasser in den Zielhafen einlief, war allen die Anstrengung und zugleich die Erleichterung über das Meistern des Flusses anzumerken. Dazu mischte sich die Trauer um den verpassten Moorteufel und die Erkenntnis, dass wir diesem Mythos nun erst wieder im nächsten Jahr beim Moorteufel-Cup 2014 in Wallhöfen werden nachjagen können.

Den Abschluss fand die Expedition mit einem gemeinsamen Essen, dem ein oder anderen Moorbier und vielen lustigen Momenten!

 

Tour

Fahrt zum Startpunkt mit dem Moorexpress: www.moorexpress.net/
Fahrtzeit: ca. 1 Std.
Startpunkt: Neu Helgoland "Hammehütte" www.hammehuette.de
Endpunkt: Gasthof Kreuzkuhle www.kreuzkuhle.de
Kanuverleih: www.kanu-duewel.de
Fahrzeit: ca. 5 Std.
Anspruch: geeignet für jedermann!
Rückfahrt: Taxi oder selbst organisiert

 

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