SV KOMET Pennigbüttel - Samba Moonlight Move 2013

Die Sonne war versiegt. Der Mond gesellte sich zu den Sternen. Der magische Moment, woraufhin die 25-köpfige Organisationsgruppe monatelang in feinster Kleinstarbeit hingearbeitet hatte, war zum Greifen nah. Der Erntewagen der Pennigbütteler Las Estrellas aus der Samba-Sparte füllte sich mit den kleinen Trommlern sowie der Jury. Sie gaben den ersten Pfiff sowie den ersten Schlag auf der Repinique an und führten das einzigartige Lichterfest, den vierten Samba-Moonlight-Move, durch das kleine Örtchen Pennigbüttel. Unzählige verkleidete Menschen folgten ihnen und erhellten mit ihren Laternen den Weg vom Feuerwehrhaus bis zum Sportplatz des SV Komet, wobei selbst ihre Kleidung mit den verschiedensten Lichterketten behangen war. An all den vielen Vorgärten vorbei, die ebenso in festlicher Gestalt glänzten und teilweise sehr fantasievoll strahlten. Auf einem der Zäune stand in Leuchtschrift verziert: Samba la Moor, was die Trommler selbstverständlich mit einem Extra-Perkussionswirbel honorierten.  Sie liefen übrigens inmitten des langen Lichtermeeres und unterhielten den Zug mit ihren gewohnten brasilianischen Rhythmen. Weitere Samba-Gruppen aus Bremen, Ritterhude, Stade sowie Osnabrück säumten den Weg und holten ebenso mit ihren südamerikanischen Klängen Rio ein Stückchen näher.
Die Jury hatte es indessen wirklich schwer, sich für die beste Fußgruppe sowie das beste Haus zu entscheiden. Es war allerdings nicht irgendeine Jury. Martina de Wolff, die Gruppenleiterin der Samba-Sparte sowie stellvertretene Bürgermeisterin, sorgte in den organisationsreichen Wochen für eine hochrangige Besetzung: Landrat Bernd Lütjen, Stadthallenchef Matthias Renken sowie Dana und Markus Koffmahn von den Buschadlern. Doch auf dem Erntewagen ragte noch eine weitere 2,06 Meter große bekannte Prominenz hervor. Der weltweit geschätzte Pferdeflüsterer, der bereits ein Buch verfasste, was schon seit zehn Jahren auf dem Markt erhältlich ist, als XXL-Ostfriese aus dem Fernsehen bekannt ist, sich selbst Knochenbrecher nennt, und zwar Tamme Hanken. Eine sehr gefragte, absolute Koryphäe in seinem Gebiet.
Als Chiropraktiker diente er am Samstag, den 9. November allerdings nicht, sondern galt einschließlich als Ehrengast, der gern spontan als Jurymitglied amtierte. Dabei lobte er das Engagement jedes einzelnen Organisatoren der Samba-Sparte sowie das Einbeziehen der Kinder, die so einfallsreich gekleidet ihren Spaß hatten. Für sie speziell stand dank der Sponsoren nach dem Laternelaufen ein Karussell zur Verfügung, das das kostenlose Mitfahren ermöglichte, und obendrein loderte ein Lagerfeuer, an dem Stockbrot gebacken worden ist. Um das leibliche Wohl für Groß und Klein kümmerten sich weitere Mitglieder aus fast allen Sparten des SV Komet an ihren Ständen sowie in ihren Zelten.
Gut gestärkt standen später die vielen Fußgruppen sowie die Pennigbütteler Bewohner vor der Bühne und warteten hoffnungsvoll auf die Siegerehrung. In diesem Jahr gewannen in der Kategorie Kindergarten die kleinen Ohlenstedter Mädchen und Jungen, die das Thema Rakete und Außerirdische gewählt hatten. Im Bereich Grundschule freuten sich die Zweitklässler aus Pennigbüttel in ihrer außergewöhnlich schönen Hühnerverkleidung über den silbernen Platz. Und die Sandhausener in ihrem Engelskostüm und dem einzigartig geschmückten Wagen, der eine Wolke mit leuchtendem Mond darstellte, konnten die Jury vollends überzeugen. Sie schafften es auf das goldene Treppchen. Als beste Gruppe siegten die Moorwichtel und die Teufel fielen in ihrer Einzigartigkeit auf. Sie wiesen mit ihrem Höllenfeuer am Teufelsberg den interessantesten Vorgarten auf und verkleideten sich auch selbst themengerecht.
Nach der Siegerehrung umringten viele Fans sofort Tamme Hanken, der sich ohnehin über den großen Besucherstrom wunderte. Er ist von einem kleinen Laternenumzug ausgegangen, doch es gefiel ihm trotzdem sehr. Selbst die Organisatoren reagierten erstaunt über ihren neuen Besucherrekord, das zirka 2.000 Gäste aufgewiesen hat. Fast doppelt so viel als im letzten Jahr.
Währenddessen ging es auf dem Fußballfeld bereits rund. Zur Feuer-Show gesellten sich die anderen Samba-Gruppen und trommelten erst abwechselnd allein und später zusammen ihre Grooves und Breaks. Die Zuschauer honorierten dies mit Zugabe-Rufen und tanzten nach Herzenslust.
Der vierte Samba-Moonlight-Move erntete sehr viel Lob und Anerkennung, dass sich die ersten Gäste und Gastgruppen bereits für das fünfte Laternenfest, das am 8. November 2014 stattfinden wird, angemeldet haben. Dazu sei der Feuerwehr, Kaffeewehr, dem Dorfgemeinschaftsverein sowie dem Erntefestkomitee ganz besonders für ihre Unterstützung gedankt. Auch hat es der Reitverein mit ihren aufgestallten Pferden zu dem Zeitpunkt nicht einfach, den Bogen zwischen sich und Samba zu schlagen. Trotzdem verkauften sie an einem Stand den Pennigbütteler Pony-Punsch und tolerierten das Fest. Auch ihnen gilt ein außerordentlicher Dank. Nicht zu vergessen sei der Zusammenhalt innerhalb der einzelnen Sparten des SV Komet, die fast alle einen Stand auf dem Sportplatz boten und somit das Angebot des Events vervollständigten. Danke an alle!
Dieser Mix aus Karneval, Samba und Lichterfest hat sich bereits nach vier Jahren fest im Jahresprogramm etabliert. Selbst Tamme Hanken gefiel der Abend und könnte sich vorstellen, nächstes Jahr wiederzukommen.

 

Sandra Gau

 

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