Lilienthal im Ausnahmezustand. Eigentlich besteht dieser bereits seit drei Jahren, wenn man bedenkt, wie lange die Bauarbeiten zur Linie 4 andauerten. Der Bau der Straßenbahnlinie inmitten des Kerns, die von Borgfeld bis nach Lilienthal-Falkenberg führt, riss in der Zeit so manchem Unternehmer den Zugang zum Kunden ab, wobei so einige ihr Geschäft komplett aufgeben mussten. Viel Frust baute sich auch bei den Autofahrern in  der Spitzenverkehrszeit auf, wenn der Verkehr morgens wie abends nur stockend vorwärts ging. Doch diese Zeit ist nun vorbei und das musste gefeiert werden. Lilienthal und Umgebung atmete sichtbar und hörbar am Sonntag, den 3. August 2014 auf.

 

SV KOMET Pennigbüttel - Einweihung der Linie 4 in Lilienthal


Die neuen Gleise, die sich über 5,5 Kilometer erstrecken, wirkten wie eine Fanmeile. Die Lilienthaler Hauptstraße war gefüllt mit einer Menschenmasse, wie sie wohl zuvor noch nie verbucht worden ist, wobei die Hauptlast in der Stadtmitte vorzufinden war. Die Straßenbahn kam wegen des hohen Besucherandranges  nur schwer vorwärts, wobei sich Verspätungen bis zu fünfzig Minuten ergaben. In uralter sowie moderner Ausführung chauffierten sie die Bremer, Lilienthaler und die Bewohner aus den umliegenden Dörfern prall gefüllt zu ihrem Wunschort, unter anderem auch zum Autohaus Opel Meyer. Hier postierte sich der Lilienthaler Sportverein TV Falkenberg und lud dazu noch einige Gäste ein, um das Unterhaltungsprogramm etwas bunter zu gestalten. Heiß war es. Und es wurde noch heißer, denn unter tropischen Temperaturen bot sich ein Mix aus Dance, Canto and Drum (Tanz, Gesang und Trommeln). Im Wechsel sang eine Band, tanzte der TV Falkenberg Zumba und trommelten die kleinen Las Estrellas sowie Samba la Moor.


Viele Zuschauer kannten die Pennigbütteler Samba-Gruppen gar nicht und sprachen einzelne Spieler direkt an. Mit Begeisterung lauschten sie den brasilianischen Klängen, applaudierten und lobten das Gehörte. Die Timba-Drummer waren auch wieder voll in ihrem Element. Gemeinsam als Team animierten sie stellenweise die Zuschauer zum Mitmachen. Die kleinsten Estrellas wurden zwischendurch von Martina de Wolff in die erste Reihe geholt, knieten sich nieder und trommelten auf dem Steinboden, was das Publikum zum Staunen brachte. Selbst die Caixas und die Surdos wechselten die Reihe, sodass auch sie von den Gästen wahrgenommen werden konnten.


Es tanzten nicht nur die Zumba-Fitness-Gruppe oder die Band, sondern auch die Pennigbütteler Sambas vom SV „Komet“. Das Trommeln steht zwar im Vordergrund, doch die Beine wollen auch die sportliche Seite spüren. Der Groove des „Samba-Reggaes“ sowie von „Viva La Vida“ fordert ohnehin schwungvolle Züge, doch noch mehr der „Moonlight-Groove“. Auch ein Break des „Timbaladas“ verlangt Tanzschritte, die neben dem Trommeln beherrscht werden wollen. Und das alles unter brütender Hitze und Beifall klatschendem Publikum. Diese Kombination lässt doch jedes schwitzende Herz sofort erweichen.

 


Sandra Gau

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