Die Jury kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus

 

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Die Wikinger sind auferstanden. Rudernd sitzen sie in ihren Booten und wedeln mit ihren Händen. Oder war es gar winken? Im Beiboot saßen zwei weitere und ruderten schelmisch grinsend – eine beleuchtete Kulisse, wie wir sie nur aus dem Fernseher her kennen. Originalgetreu prunkten ein Wikingerschiff sowie ein Beiboot inmitten eines Vorgartens. Was ist nur in Pennigbüttel los? Leuchtende Schafe, trommelnde Sambagruppen, rote Teufel am Straßenrand winken – ja, es war wohl wieder so weit.
Der sechste Samba-Moonlight-Move versetzte erneut das 2.000 Seelendorf Pennigbüttel in einen atemberaubenden Ausnahmezustand. Selbst die Jury kam aus dem Staunen kaum heraus. Die aus der Partnerstadt Grimmen hergereiste Schützenkönigin Anja Wetzel hatte so einen Laternenumzug noch nie miterlebt. Er sei bombastisch. Der 1. Vorsitzende des Osterholzer Erntefestkomitees Hermann Knoop bezeichnete den Zug gar als bunter Lindwurm. Zur Jury zählten in diesem Jahr auch der Mann der Schützenkönigin Hans-Georg Wetzel, Volksbank-Vorstandsmitglied Jan Mackenberg und die Erste Stadträtin Bettina Preißner, die seit Oktober in ihrem neuen Amt tätig ist. Sie alle thronten oben auf dem tadellos leuchtenden Sambawagen und hatten von dort aus einen fantastischen Blick auf das Geschehen, begleitet von den brasilianischen Klängen der Gruppen Las Estrellas sowie Samba la Moor.

Hinter ihnen gesellten sich die verschiedensten Fußgruppen, die alle bunt beleuchtet waren. Unter ihnen fielen am besten die leuchtenden Schafe aus Scharmbeckstotel auf, die sich jedes Jahr immer als Tier verwandeln. Ihre Verkleidung war sehr aufwendig, jede Lichterkette wurde in feinster Handarbeit aufgeklebt, so die Sieger der Fußgruppen, die sich sehr über einen Scheck über 100 Euro, der von der Volksbank gesponsert worden war, freuten.

Die Gäste kamen von überall her, wie zum Beispiel aus Falkenberg, Garlstedt, Osterholz-Scharmbeck, Freißenbüttel, Buschhausen, Neuenkirchen, Bremen und aus anderen umliegenden Orten. Am Straßenrand leuchteten, tanzten und winkten nicht nur Gäste, sondern auch die vielen Bewohner, die ihre Häuser mit Lichterschläuchen sowie Feuerkörben erhellten und ihre Vorgärten kreativ in Szene setzten.

Die roten Teufel waren auch wieder sehr einfallsreich vertreten, doch die Wikinger fielen am meisten auf. Sie galten als die Sensation des Abends, die jeden zum Staunen brachten. Aus vielen Mündern war zu hören: „Habt ihr die Wikinger gesehen?“ Und alle waren sich sofort einig, die müssen einen Preis gewinnen. Und so kam es auch. Passend zu ihrer Kulisse, an der sie nur drei Tage gebastelt haben sollen, gewannen sie als schönste Garten-Präsentation eine Torfkahnfahrt, die der Verein Osterholzer Torfkahnschiffer e.V. gesponsert hatte.

Auch in diesem Jahr unterstützten uns zwei Sambagruppen, die sich am Straßenrand in mehreren Grüppchen aufteilten, sodass Außenstehende meinten, es seien viel mehr als nur zwei: die Oslebshauser Monte Monja sowie Bloco Triangolo, die sich übrigens aus mehreren Ortschaften zusammengeschlossen haben, und somit eine größere Truppe bilden. Bloco Triangolo waren auch diejenigen, die später auf dem Festplatz für brasilianische Stimmung sorgten. Wir gesellten uns wie selbstverständlich zu ihnen, trommelten mit, tanzten, klatschten, umjubelten unsere Gast-Perkussionisten. Mehrere Handys filmten sogar und nebenher konnten wir neue Techniken am Tamborim erlernen. Das sind eines unserer schönsten Momente auf dem Samba-Moonlight-Move. Gemeinsam mit anderen Gruppen spielen, voneinander lernen. Später gesellten sich auch zwei Caixa-Spieler zu uns, als wir für brasilianische Klänge auf dem Festplatz sorgten, der auch in diesem Jahr einem Jahrmarkt glich.

Schon von Weitem zogen Gerüche von Waffeln, Kartoffelpuffer sowie den verschiedenen Würsten in unsere Nasen. Darunter half sogar neben der Pennigbütteler die Sandhausener Feuerwehr mit. Und natürlich unzählige Mitglieder des SV „Komet“: Der Reitverein, der seinen Turnierplatz wieder zur Verfügung stellte, das Erntefestkomitee, die Badmintonsparte und auch die Landjugend, der Dorfgemeinschaftsverein, die Bürgerinitiative sowie die Pfadfinder machten den Samba-Moonlight-Move zu einem besonderen Event. Es gab Hochzeitssuppe, Kartoffelsalat, Steaks, Glühwein, Kaffee, Kinderpunsch, Matjes und vieles mehr. Dies und anderes wurde gesponsert von der Tischlerei Kathmeier, der heimischen Bäckerei Behrens, Tischlerei Hartwich, dem Getränkegroßhandel Hollenbeck, dem Bosch Car Service, dem Osterholzer Torfkahnschiffer e.V. und dem Blumen-Rathaus. Die Werbung-OHZ sowie die Volksbank sorgten im Vorfeld für die Bekanntmachung des Events mit Plakaten und Flyern.

Um die richtige Beschallung kümmerte sich Dirk Elektronik Mechanik und Familie Schwenk stellte erstmals ihren Night Dancer auf, in dem einige Sambas mit Eigenbeleuchtung einmal vorwärts und einmal rückwärts fuhren.

Das alles wäre niemals ohne dem Samba-Organisationsteam möglich. Ihnen gehört der ganz besondere Dank. Und wer dahinter steckt, was sie alles so machen, wenn es ruhig in Pennigbüttel ist, das berichten wir das nächste Mal.

 

Sandra Gau

Sportverein "KOMET" Pennigbüttel von 1921
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