Auch in diesem Jahr haben die Seniorenturner wieder vom 03. - 06.07.2018 eine interessante 4-Tages-Tour unternommen. Das Ziel war Waren/Müritz im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Als die Vorbereitungen abgeschlossen, das Programm ausgearbeitet und das Hotel gebucht waren, konnte es losgehen.

Früh morgens um 08.30 Uhr trafen sich 16 Seniorenturner am Feuerwehrhaus in Pennigbüttel. Das Busunternehmen Frenzel-Reisen aus Bremen war pünktlich zur Stelle und hat uns über die Autobahnen A1, A24 und A 19 sicher nach Waren an der Müritz gefahren. Es heißt tatsächlich „an der Müritz“, wie uns vor Ort versichert worden ist.

Mit guter Stimmung, angeregt plaudernd oder einfach nur die Umwelt während der ruhigen Fahrt ohne nennenswerte Störungen genießend legten wir unsere erste und längere Pause in der Autobahnraststätte „ Schaalsee“ ein. Einige nutzten die Gelegenheit, um eine Mahlzeit zu sich zu nehmen, andere vertraten sich die Beine oder gruppierten sich zu angeregten Unterhaltungen.

Nach der Pause ging es im modernen, bequemen Reisebus weiter zu unserem Hotel in Waren, das wir gegen 14.00 Uhr erreichten. Unsere Wirtin Frau Stoll mit ihrem Team des „Hotel zwischen den Seen“ erwartete uns schon. Nach der Begrüßung erfolgte die Zimmerverteilung. Alle Teilnehmer waren mit den gepflegten und praktisch eingerichteten Zimmern überaus zufrieden.

Nachdem die Koffer ausgepackt waren, trafen wir uns für eine kurze Erholungspause auf der Hotelterrasse , um dann zu unserem ersten Programmpunkt zu starten. Nicht weit entfernt vom Hotel befindet sich die Fußgängerzone von Waren, wenige Minuten später erreichten wir die „Steinmole“ im Hafen. Hier begann unsere Stadtrundfahrt mit der Tschu-Tschu-Bahn, einem der historischen Bahn nachgebildeten Fahrzeug. So erhielten wir in kurzer Zeit einen guten Überblick über die Stadt. Die ruhige und somit erholsame Fahrt ermöglichte es uns, verschiedene Sehenswürdigkeiten, historische Gebäude und Einrichtungen kennenzulernen.

Gut gelaunt ging es nach der Fahrt zurück zum Hotel. Uns erwartete ein schmackhaftes Büfett nach Mecklenburger Art mit Rippenbraten, Mecklenburger Kasselerbraten, Ostseehering und Sauerfleisch. Gut gesättigt ging der Abend in geselliger Runde zu Ende.

Der folgende Mittwoch stand im Zeichen einer Ganztagestour. Nach einem reichhaltigen Frühstück ging es wieder zu Fuß in den Hafen, von wo aus wir mit dem Bus zum Nationalpark starteten. Wir hatten Glück, denn es stieg ein Nationalparkführer zu, der uns während der Fahrt viel Interessantes über den Nationalpark, dessen historische Entwicklung und seinen Sehenswürdigkeiten erzählte. Es war sehr unterhaltsam, denn ab und an wurden die Informationen durch lustige Anekdoten und wohl auch eigene Erfahrungen bereichert.

Unser nächster Halt war die kleine Gebäudeansammlung Boek, mitten im Nationalpark gelegen. Hier hatten wir zunächst noch eine kurze Zeit, um die nähere Umgebung zu erkunden, bevor unsere Kremserfahrt in den Wildpark von Boek begann. Mit Pferd und Wagen ging es gemütlich durch einen Teil des etwa 80 ha großen Wildparks. Unser Kutscher erzählte während der einstündigen Fahrt viel Wissenswertes über den Wildpark und die heimische Tier- und Pflanzenwelt. Zu unserer Überraschung begleitete uns einen guten Teil des Weges eine Füchsin, auch kamen einige Dammhirsche ohne Scheu bis an unseren Wagen heran.

Zurück in Boek nahmen wir im Lokal „Auszeit“ unser Mittagessen ein. Zur Auswahl standen Matjes, Sauerfleisch oder Hähnchengeschnetzeltes. Die gereichten Portionen waren so mächtig, dass nicht jeder Teller geleert wurde.

Gut gestärkt ging es anschließend mit dem Bus zum Bolter Kanal. Nach einem 800 m langen Fußmarsch auf einem kühlen schattigen Waldweg erreichten wir den Schiffsanleger, von welchem wir mit dem Schiff auf der Müritz zurück in Richtung Waren unsere Rückfahrt antraten. Während der Fahrt informierte uns die Schiffsführung über viele interessante Details zur Müritz und die umliegende Orte.

Zurück im Hotel ging ein langer, ausgefüllter und ereignisreicher Tag mit dem gemeinsamen Abendessen, es gab reichlich Gegrilltes mit Beilagen, und wiederum geselligem Beisammensein auf der Terrasse zu Ende.

Auch für den Donnerstag war wieder ein umfangreiches Programm organisiert. Gleich nach dem Frühstück begrüßte uns unsere Stadtführerin am Hotel und begleitete uns zu einer längeren Stadtführung. Sie stellte das Heilbad Waren/Müritz vor, suchte mit uns verschiedene Sehenswürdigkeiten und Aussichtspunkte auf und erläuterte unterhaltsam dessen historische und gesellschaftliche Entwicklung.

Daran anschließend war ausreichend Zeit zur freien Verfügung. Bummeln durch die Innenstadt, spazieren entlang der Hafenanlagen oder auch etwas abseits in einer ruhig gelegenen Fischräucherei gemütlich eine Kleinigkeit zu Mittag essen, jeder nutzte die Zeit, so wie er es wollte.

Nachmittags stand der Besuch des Müritzeum auf dem Programm. Eine nette Führerin erwartete uns auch hier. Auf lockere und oft spaßige Art erklärte sie uns gekonnt und routiniert alles Wesentliche über das Müritzeums.
Im Sommer 2007 eröffnet entstand ein heute überregional bekanntes Zentrum für Naturerlebnis, Umweltbildung und Naturforschung. Seither strömen bei Wind und Wetter Besucher in das Erlebniszentrum. Ein architektonisches Highlight ist im Inneren des Müritzeums zu bestaunen, ein über zwei Etagen reichendes Maränenbecken mit 100.000 Litern Fassungsvermögen. Durch die größte jemals in Europa gefertigte Scheibe ist die Unterwasserwelt für alle Besucher hervorragend einsehbar. In den zwei Stunden, die uns zur Verfügung standen, war es oft nur möglich, einen kurzen Einblick in die vielfältigen und so unterschiedlich eingerichteten Ausstellungsbereiche zu bekommen. Und trotzdem entdeckten wir viel Interessantes, auf das uns unsere Führerin aufmerksam machte.

Am frühen Abend war noch eine Brauhausführung vorgesehen. Der Betreiber des Brauhauses Müritz plauderte aus dem Nähkästchen. Auf unterhaltsame Weise erklärte er, wie der hauseigene Bierbrauer aus den natürlichen Zutaten Wasser, gemälztem und geschrotetem Getreide, Hopfen und Hefe köstliche Biere für das Brauhaus Müritz herstellt. Natürlich konnten wir auch die verschiedenen Biere kosten, was der Stimmung gut tat. Zudem wurde uns bestätigt, dass Bier viel weniger Kalorien hat als allgemein angenommen und damit keinesfalls ein Dickmacher ist. Mit vielen neuen Erkenntnissen zum selbstgebrauten Bier machten wir uns auf den Heimweg.

Bei einem leckeren Abendessen, unsere Wirtin servierte uns frisch geräucherte Forellen und ein Dessert, ließen wir diesen letzten Tag unserer 4-Tages-Tour ausklingen.

Am Freitag war schon wieder Kofferpacken angesagt. Ein letztes Mal genossen wir das umfangreiche Frühstücksbuffet, um gegen 11.30 Uhr von unserem Busunternehmer abgeholt zu werden. Es ging über die Autobahn zurück nach Pennigbüttel, das wir um 17.15 Uhr gut gelaunt und entspannt erreichten.

Die Tage vergingen wie im Fluge. Nicht alle Sehenswürdigkeiten konnten in diesen Tagen angesteuert werden. Trotzdem war es ein schöner, manchmal auch etwas anstrengender Kurztrip. Perfekt organisiert erlebten alle Mitreisenden einen abwechslungsreichen Aufenthalt mit vielen Höhepunkten, einer Menge Spaß sowie vielen bleibenden Eindrücken.


Heinz Wätjen

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