Senioren-Turnerinnen reisten nach Schleswig-Holstein

 

SV KOMET Pennigbüttel - Senioren Turnerinnen in Schleswig-Holstein


„Weißt du schon, wo wir dieses Jahr hinfahren?“ Diese Frage habe ich seit Januar 2012 des Öfteren zu hören bekommen. Natürlich wusste ich, wo es hingehen soll, wollte aber so früh im Jahr noch nichts verraten. Denn Doris und ich hatten abgemacht, in der Nähe ihrer neuen Heimat unseren Kurzurlaub zu verbringen. Sie ist in die Nähe des Plöner Sees gezogen und das ist doch schon eine ganz passable Urlaubsregion.
Wie immer musste der Ort sechs Kriterien erfüllen: keine weite Anreise, schöne Umgebung, angenehme Unterkunft, kurze Wege, gutes Essen und Angebote für die Freizeitgestaltung, die den verschiedenen Altersgruppen (65 – 85) gerecht werden. Über das Internet wurde ich fündig. Bosau am Plöner See erfüllte alle Kriterien und das Gasthaus „Zum Frohsinn“ wurde gebucht. Es entpuppte sich als eine wahre Perle direkt am Plöner See mit eigenem Bootssteg. Dort stimmte alles, was für uns wichtig ist, Unterkunft, Ambiente, gutes Essen und immer freundliche Bedienung (2 flotte junge Männer! !) die Söhne des Hauses.

Am 18. Juni 2012 machten sich 17 Frauen unterschiedlichen Alters und Charakters auf in Richtung Schleswig-Holstein. Oberstes Gebot bei all unseren Unternehmungen ist die gegenseitige Rücksichtnahme (eine für alle, alle für eine), was bisher auch hundertprozentig geklappt hat. Deshalb gab es in der Gruppe auch nie Unstimmigkeiten (sprich Zickenkrieg), und das soll in Zukunft auch so bleiben.  Nur so kann die Gemeinschaft funktionieren.
 Pünktlich um 12.30 Uhr trafen wir in Bosau ein. Nach Begrüßung und Zimmerverteilung servierte uns die Chefin des Hauses, Frau Reimers (übrigens ausgestattet mit einem wundervoll trockenem Humor und Holsteiner Platt) ein leckeres Mittagessen. Nach der Mittagspause hofften wir auf besseres Wetter. Inzwischen war unsere Doris zu uns gestoßen und begleitete uns fortan während dieser 4 Tage. Mit Regenschirmen ausgerüstet machten wir uns auf den Weg durch Bosau zum Café „Brooks“. Dort angekommen kam die Sonne hervor und wir konnten unsere riesigen Tortenstücke im Freien genießen. Im Verlauf des Nachmittags wurde es so stürmisch, dass alle dunklen Wolken verschwanden und wir unsere neuen “Sturmfrisuren“ bestaunen konnten.

Am nächsten Tag teilte sich unsere Gruppe. Einige fuhren mit dem Fahrrad durch die Landschaft rund um Plön. Die zweite Gruppe fuhr mit dem Taxi zum Schiffsanleger nach  Plön und unternahm dort die 5-Seen-Rundfahrt.  Am Nachmittag trafen sich alle Beteiligten wieder am Café „Fegetasche“. Denn von dort fuhren wir wieder gemeinsam mit dem Schiff zurück nach Bosau.
 
Der Mittwochvormittag stand zur freien Verfügung. Die Radlergruppe nutzte noch einmal die Gelegenheit, die Radwege am südlichen Plöner See zu erkunden. Die anderen probierten, wie das Essen beim „Jugoslawen“ schmeckt. Am Nachmittag stand ein Besuch des Bosauer Backhauses an. Bosau hat einen Heimatverein, der sich rein aus Spenden finanziert. Seinerzeit hat er ein Anwesen erworben. In Eigenregie wurde das marode Backhaus abgerissen und ein neues errichtet. Der Garten wurde als Bauerngarten neu angelegt und zurzeit wird das alte Bauernhaus nach und nach restauriert. So entstand eine ansprechende Anlage, auf der der Heimatverein das Brotbacken als touristische Attraktion anbietet.
Jede von uns erhielt ein frisch gebackenes Brot und der Butterkuchen vom Blech wurde an Ort und Stelle verspeist. Die Damen des Heimatvereins hatten für uns im Garten eine Kaffeetafel eingedeckt.  Das Wetter spielte mit, die Sonne meinte es gut mit uns und so war es ein gemütlicher Nachmittag in angenehmer Umgebung. Am Abend hatte unsere fröhliche Wirtin ein Buffet mit regionalen Spezialitäten gezaubert, dass wir heute noch davon schwärmen. So konnten wir unser frisch gebackenes Brot gleich probieren.
Bosau ist mit ca. 700 Einwohnern nicht gerade groß, und man muss sich ganz schön drehen, um den Tourismus am Laufen zu halten. Der Gasthof „Zum Frohsinn“ - so erzählte mir Frau Reimers – ist froh, dass die beiden Cousins später das Unternehmen weiterführen wollen. Da es ein großes Anwesen ist und noch eine Scheune leer steht, hatte sie die Idee, dort „Back-Kurse“ für Touristen anzubieten. (Sie meint, Kochkurse gibt es schon genug). Sie wird dann mit dem Heimatverein zusammen wirken, hier den Teig erstellen, dort im Backhaus backen. Schöne Aussichten auf ein weiteres Highlight in Bosau. Wir wünschen ihr, dass es gut angenommen wird.

Am Donnerstag (Abreisetag) fuhren wir gegen 10.30 Uhr ab in Richtung Heimat, immer über die Dörfer und Landstraßen. „Will der gar nicht mal Autobahn fahren, so kommen wir ja nie nach Hause!“ Ach die Damen ahnten ja gar  nicht, was noch auf sie wartete. Doris und ich – immer für eine Überraschung gut – hatten ausgemacht, dass die Mittagspause im Hause Kubowski stattfinden soll. Die Überraschung war gelungen. Doris erwartete uns mit einem Begrüßungsschluck vor ihrem Haus und servierte uns dann ein leckeres Mittagessen, unser Busfahrer mittendrin als Hahn im Korbe. Leider mussten wir uns alsbald mit einer Träne in den Augen von ihr verabschieden und auf den Heimweg machen. Liebe Doris, bis nächstes Jahr im Juni, wo auch immer! Es war ein gelungener Abschluss unserer diesjährigen 4-Tage-Reise der Senioren-Turnerinnen nach Bosau am Plöner See.

Karin Gernand

 

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