SV KOMET Pennigbüttel - Verrückte Zeiten
Erntefest-Umzug 2005

Können die Zeiten verrückter sein?

Seit vielen Monaten ist unser Leben auf den Kopf gestellt, ist jeder Tag geprägt von neuen Herausforderungen. Der Weg zurück in die Normalität scheint weit. Das Coronavirus und die Maßnahmen zur Eindämmung seiner Ausbreitung bestimmen das öffentliche und auch ganz erheblich unser privates Leben. So stößt man zurzeit nicht nur im Arbeitsalltag schnell an Belastungsgrenzen. In vielen sehr sensiblen Bereichen wie beispielsweise sozialen Kontakten ist Zurückhaltung bis hin zur Vermeidung unausweichlich.


Die Corona-Pandemie hatte den Vereinssport Mitte März schlagartig lahmgelegt. Noch sind die Vereine weit entfernt von einer Rückkehr zur Normalität, schon zwingt die zweite Welle im November zum erneuten Stillstand aller sportlichen Aktivitäten. Dazwischen konnte mit Einfallsreichtum und Durchhaltevermögen mit einem eingeschränkten Programm für einige Wochen wieder ein wenig sportliches Miteinander erlebt werden. Wir gewöhnten uns an die „neue Normalität“. Es reichte aber leider nicht für eine Rückkehr zum regulären Sportbetrieb. Allein die Sicherstellung der Qualitäts- und Hygienestandards wurde zur Herkulesaufgabe. Wer die Verantwortung für das Wohlergehen anderer trägt, will sich keine mangelnde Sorgfalt erlauben. Improvisation ist da keine gute Strategie.

SV KOMET Pennigbüttel - Verrückte Zeiten
Weihnachtsmarkt in Osnabrück 2011


Uns Turnerinnen jedenfalls fehlen die wohltuenden Übungseinheiten und die damit einhergehenden persönlichen Gespräche. Wie gut, wenn der Partner/die Partnerin und/oder Familie zum direkten Hausstand gehören. Auch gut, wenn wir uns der modernen Technik bedienen können, z.B. Internet oder Smartphone. So sind Möglichkeiten gegeben, mit persönlichen Fitnessprogrammen Beweglichkeit, Leistungsfähigkeit und Ausdauer auch ohne gemeinsame Aktivitäten zu erhalten.

Wir alle improvisieren, tauschen uns teilweise digitalisiert auch auf Entfernung unsere Erfahrungen aus, wir beschäftigen uns bestmöglich, um die Zuversicht zu behalten. Unsere große Herausforderung ist das „nah dranbleiben“ – ohne nah zu sein.


Nun sind erneut nahezu alle sportlichen Aktivitäten zum Stillstand gekommen. Die Unterbrechung des Vereinslebens beeinflusst nicht nur den Alltag der Mitglieder. Auch der langfristige Erhalt der Vereinskultur in Deutschland scheint gefährdet. Viele Vereine befürchten einen deutlichen Mitgliederrückgang. Gleichzeitig vermissen die Mitglieder die gelebte Gemeinschaft in ihrem Verein, sie ist eine wichtige Stätte sozialen und gesellschaftlichen Miteinanders.


Dieses äußerst bewegte Jahr neigt sich nun bald dem Ende zu. Erste Begegnungen nach dem ersten Lockdown empfanden wir als wohltuend und erfrischend, und als ganz besonders wertvoll. Nun braucht es erneut unsere Ausdauer, um auch dieser zweiten Welle gemeinsam zu trotzen. Lasst uns alle auf ein Wiedersehen freuen und hoffnungsvoll auf ein gemeinsames Jahr 2021.


Fotos, entstanden lange vor Corona, erinnern an die gemeinsamen Veranstaltungen vergangener Jahre. Es bleibt die Hoffnung auf baldige Gelegenheit für neue Ausflüge und Aktivitäten.


Annette Horwege

Sportverein "KOMET" Pennigbüttel von 1921
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